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Powerbanks mit USB Power Delivery (PD)

Nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch Notebooks und kleine All-in-One-PCs (AiO) werden mittlerweile immer häufiger via USB-C statt proprietären Anschlüssen mit Energie versorgt. Da der Ur-USB-Anschluss vom Typ A anfangs nur für 0,5 Watt, später mehrfach auf bis zu 7,5 Watt erhöht, ausgelegt wurde und nicht mehr als Mäuse und Tastaturen versorgen sollte, musste eine große Neuerung her.

Diese kam bereits eigentlich 2012 in der ersten Revision heraus, erblickt jedoch nie als Produkt den Markt. Erst 2014, zusammen mit der finalen Verabschiedung des neuen USB-C-Steckers – der nicht nur in beide Richtungen gesteckt werden kann, sondern von Anfang an für den Transfer von bis zu 100 Watt entworfen wurde – gelang der große Durchbruch.

Das Zauberwort heißt USB Power Delivery, der Einfachheit halber oft USB-PD oder einfach nur PD abgekürzt. Leider unterscheiden sich die drei Hauptrevisionen des USB Power Delivery-Standards zum Teil stark voneinander. Das bedeutet in der Praxis: Nicht jeder USB-Akku mit USB-C-Anschluss und auch nicht jeder Akku mit USB-PD-Unterstützung liefert auch bis zu 100 Watt!

Gab es in der ersten, mittlerweile als veraltet geltenden, Revision noch fünf starre Profile, gibt es seit Revision 2.0 flexible Gruppen, die sich nach der maximalen Leistungsaufnahme richten. So kann ein Notebook-Hersteller, der 27 Watt für ein Ultrabook veranschlagt, 9 Volt (3 A), 15 Volt und/oder 20 Volt als Eingangsspannung definieren.

Power Delivery 3.0 geht noch einen Schritt weiter und eliminiert fast alle Grenzen. Stromquelle- und Verbraucher können in feinen 20-mV-Schritten die Spannung frei zwischen 5-20 Volt aushandeln. Lediglich die Stromstärke darf 3 respektive 5 Ampere (letzteres nur bei 20 Volt) nicht überschreiten. Glücklicherweise ist USB Power Delivery abwärtskompatibel. Moderne USB-Akkus mit PD 3.0 arbeiten in der Regel also auch problemfrei mit alten Notebooks, Tablets und Smartphones, die noch nach älteren Revisionen entwickelt wurden.